Japanischer Großkonsul in der Niedergrafschaft

Am 28. Januar 2025 besuchte der japanische Generalkonsul Shinsuke Toda das Japan-Seminarfach des Lise-Meitner-Gymnasiums Neuenhaus. Zuvor wurde er von unserer Schulleiterin Frau Fenni Voshaar begrüßt und eingeladen, in das Schulleben des LMGs einzutauchen. Gespannt warteten wir auf diesen „Konsul“ – ein Beruf, der uns weitestgehend unbekannt war. Daher lauteten die ersten Fragen, die wir ihm stellen durften, natürlich: „Was macht ein Konsul?“, und „Wofür gibt es ihn?“.

Auf Englisch erklärte uns Herr Toda seine Aufgaben. Besonders überrascht waren wir, als Herr Toda erzählte, dass es ursprünglich nicht sein Plan war, Konsul zu werden. Eigentlich kam er vor 20 Jahren nur nach Deutschland, um Germanistik zu studieren, weil er die deutsche Sprache so faszinierend fand. Unsere Unterhaltung führten wir schließlich auf Deutsch weiter. Auch Herr Toda stellte uns einige Fragen: Er wollte wissen, was uns an Japan so sehr begeistert und welche Themen uns dazu inspiriert haben, unsere Facharbeiten diesem Land zu widmen.

Nachdem das Eis zwischen uns allen gebrochen war, wurde es ernst. Mit einer Einführung unsere Seminarfachlehrers Herrn Manuel Müller wagten wir uns an Dobutsu Shogi, eine japanische Schachvariante, die auf einem 3×4-Brett gespielt wird. Auf den ersten Blick wirkt das Spiel einfach, doch schnell merkten wir, dass es mit seinen speziellen Zugregeln und der Möglichkeit, geschlagene Figuren wieder ins Geschehen zu bringen, komplexer ist, als gedacht.

Zum Abschluss dieses besonderen Besuchs – und gleichzeitig unseres letzten Tages im Seminarfach – erhielt jeder von uns ein selbst gebasteltes Shogi-Spielset von Herrn Müller. Auch der Generalkonsul hatte ein kleines Geschenk für uns: einen Reiseführer für Tokio. Damit sind wir nun bestens auf eine zukünftige Japanreise vorbereitet – mit Shogi für den Zeitvertreib und einem Reiseführer, um sich nicht zu verlaufen.

Diana Wolf, Jg. 13

Anbei noch ein Link zum Beitrag des Japanischen Generalkonsulat Hamburg:

Fotos: Julia Henkenborg

 

36 Pistenprofis in Österreich unterwegs

Die jährliche Skiexkursion im Januar ist stets ein Highlight für unsere  Neuntklässler. Dieses Jahr begann das Abenteuer mit einer nächtlichen Busfahrt, die uns viel Zeit sparte und die Vorfreude auf die kommenden Tage steigerte.

Gemeinsam mit dem Gymnasium an der Vechte Emlichheim erlebten unsere Schüler und Schülerinnen eine unvergessliche Zeit. Die große Anfängergruppe lernte mit viel Freude und Engagement die Grundlagen des Skifahrens. Bereits am dritten Tag konnten alle Schüler eine rote Piste fahren – ein bemerkenswerter Fortschritt, der auch die Skilehrer Herr Huisken, Herr Snyders, Frau Lüken und Herr Alsmeier begeisterte! Die fortgeschrittenen Schüler verbesserten ihr einerseits ihr eigenes Fahrkönnen, brachten sich aber auch im Anfängerunterricht gewinnbringend ein.

Für viele Schüler war dies das erste winterliche Alpenerlebnis. Die fünf Skitage waren geprägt von strahlendem Sonnenschein, atemberaubenden Ausblicken, viel Gemeinschaft und Spaß. Untergebracht waren wir in einem Sporthotel, das den perfekten Rahmen für entspannte Abende nach intensiven Skitagen bot.

Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr!

Als, 11.02.25

Busfahrzeiten am 31.1

Zeugnisausgabe

Am Tag der Zeugnisausgabe gibt es einen veränderten Fahrplan der Schulbusse. Der Tabelle kann die Abfahrtszeit entnommen werden:

Großer Erfolg: „Lise spendet“ am Lise-Meitner-Gymnasium Neuenhaus

Nach intensiver Vorbereitung des Projekts „Lise spendet“ richtete das Seminarfach „Gesundheit und Krankheit“ vom Lise-Meitner-Gymnasium Neuenhaus eine erfolgreiche Typisierungs- und Blutspendenaktion am 07.01.2025 aus. Unterstützt wurde das Projekt von der Organisation Leukin, die eng mit der DKMS zusammenarbeitet, sowie vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) Neuenhaus. Auch das Thema Organspende wurde thematisiert und Interessierte konnten sich umfangreich informieren.
Im Rahmen der Typisierungsaktion ließen sich 56 Personen registrieren, um sich als potenzielle Stammzellspender in die DKMS-Datei eintragen zu lassen. Diese Freiwilligen könnten eines Tages Leben retten, indem sie Patienten mit Leukämie oder anderen schweren Erkrankungen Stammzellen spenden. Jede einzelne Registrierung bedeutet eine neue Chance für Erkrankte und ihre Familien. „Eine Typisierung, die kaum Zeit in Anspruch nimmt, ist ein Hoffnungsschimmer für Betroffene“, erklärt ein Sprecher von Leukin.

Parallel dazu fand die Blutspendenaktion des DRK statt, die ebenfalls auf große Resonanz stieß. Insgesamt meldeten sich 72 Freiwillige, darunter 30 Erstspender, die sich zum ersten Mal für eine Blutspende entschieden. „Es war toll zu sehen, dass gerade so viele junge Menschen diese Gelegenheit genutzt haben“, berichtet ein Mitglied des Organisationsteams. Die Spendebereitschaft war beeindruckend und zeigte, wie viele bereit sind, einen Beitrag zur Gesundheitsversorgung zu leisten.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Aufklärung über Organspende. Interessierte hatten die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich über die Bedeutung und den Ablauf der Organspende zu informieren. Zudem lagen Organspendeausweise aus, die von vielen Teilnehmenden mitgenommen wurden. Außerdem sorgten die Schülerinnen und Schüler neben diesen medizinischen Themen des Seminarfachs auch für das
leibliche Wohl. Für alle Teilnehmenden und Helfer wurde Verpflegung angeboten, die die Organisatoren selbst organisiert und bereitgestellt hatten. Die im vergangenen Monat gesammelten Beträge des Weihnachtsmarktes der Schule in Höhe von rund 1000€ wurden dem Verein Leukin feierlich übergeben. Mit diesem Betrag können 20 weitere Typisierungen finanziert werden, denn jede
Typisierung kostet etwa 50 Euro. „Erfreulich ist, dass wir durch die Spenden die wichtige Arbeit von Leukin weiter unterstützen können“, so ein Schüler des Seminarfachs.
Der Tag war ein voller Erfolg und zeigte, wie wichtig ehrenamtliches Engagement ist. Das Seminarfach bedankt sich bei allen Spendern, Unterstützern und Helfern, ohne die dieser Aktionstag nicht möglich gewesen wäre.

David Rademaker, 27.01.2025

GN-Artikel

Auch die Grafschafter Nachrichten berichteten als Lokalzeitung über die erfolgreiche Spendenaktion. Der Artikel vom 13.1.25 ist hier zu finden.

Lise debattiert – das Lise MUN

Vom 20. bis 22. Januar 2025 fand die zweit Model United Nations Conference des 12. und 13. Jahrgangs am Lise-Meitner-Gymnasium statt. In dem Seminarfach MUN reisen die SchülerInnen zu mehreren Konferenzen in Europa (darunter in Budapest), um im Stil derechten Debatten der Vereinten Nationen über aktuelle Themen wie den Klimawandel oder den Weltfrieden zu führen. Hierbei wird jeder Schule ein Land zugeteilt, aus dessen Sicht die SchülerInnen diskutieren sollen. Im Idealfall verabschieden die sogenannten delegates am Ende eine Resolution, also einen offiziellen Beschluss, wie mit dem jeweiligen Sachverhaltumgegangen werden soll. Verhandlungssprache während allen Konferenztagen ist dabeistets Englisch. Auf diesen MUN Konferenzen machen sich die SchülerInnen nicht nur mit Gesetzgebungsprozesse auf internationaler Ebene vertraut, sondern erleben hautnah, wiedemokratisches Zusammensein funktioniert, und lernen, wie ein solches aktiv gestaltetwerden kann. Dies ist uns als Europaschule naturgemäß ein besonderes Anliegen.

Mittlerweile hat es sich etabliert, dass die SchülerInnen des Abschlussjahrgangs im Rahmendes Seminarfachs für die MUN-Neulinge des 12er-Jahrgangs eine MUN-Konferenz in Eigenregie planen (Praxissemester) und eigenständig durchführen.

Dieses Jahr ist das ThemaSeizing the Opportunities of Secure, Ethnical and TrustworthyArtificial Intelligencegewählt worden. Die Zwölftklässler mussten sich in diesenanspruchsvollen Themenkomplex einarbeiten und vor allem auf ein Land, das sie jeweilsvertraten, vorbereiten. Die 13er erstellten nicht nur den Ablaufplan, sondern  organisiertenauch kleine Workshops zu dem Sachverhalt, der Art und Weise, wie Resolutionen verfasstwerden, oder zu den spezifischen Abläufen und Regeln bei einer Konferenz. Sie bautenÜbungen ein, übernahmen die gesamte Organisation an den Tagen und stellten selbst den Vorstand der Konferenz. Einige weitere Schüler des 13. Jahrgangs mischten sich unter die Delegierten und gaben ab und an die „Marschrichtungvor. So war allen schnell klar, wie das Prozedere aussah und was verlangt wurde.

Nach der Eröffnungsrede am Dienstag, die von dem stellvertretenden Schulleiter Herrn Dr. Hoekstra auf Englisch gehalten wurde und einen differenzierten Blick auf das Thema warf, wurde vor allem am zweiten und dritten Konferenztag äußerst angeregt in kleinenArbeitsgruppen im Rahmen der sogenannten Informal Lobbying Sessions diskutiert und unter

Verbündeten Resolutionen verfasst. Als „Herzstück der Konferenz wurden dann schließlichzwei verschiedene Resolutionen vorgestellt und intensiv debattiert, wobei die delegates um überzeugende Formulierungen rangen. Zum Schluss wurde eine sowohl fundierte als auchdetailreiche Resolutionen verabschiedet.  

Natürlich durfte bei aller Ernsthaftigkeit der Debatten der Spaß-Faktor nicht fehlen; als Auflockerung dienten „punishments“, unter anderem für das Zuspätkommen oder den falschen Kleidungsstil (Anzug mit Krawatte/ Blazer und Bluse sowie angemessenesSchuhwerk). Hier wurde schnell deutlich, dass das Singen nicht ganz zu den Stärken derDelegierten gehörte. Auch die zum Schluss vorgetragenen Mitteilungen in der „gossip-box“ sorgten für Erheiterung unter den Mitwirkenden.

Als ZuschauerIn war man schlichtweg begeistert von der Intensität, den Emotionen und dem Wissen sowie Geschick der SchülerInnen. „Chapeau“ an alle TeilnehmerInnen und OrganisatorInnen, die sich dieser anspruchsvollen Aufgabe gestellt und auf einem so hohensprachlichen und inhaltlichen Niveau erfolgreich eine MUN-Konferenz abgehalten zu haben! Wir hoffen, dass alle Beteiligten von den Tagen etwas für die Zukunft mitnehmen und gernedarauf zurückblicken werden. Spätestens in Budapest im kommenden März werden dieZwölftklässler ihr erworbenes Können unter Beweis stellen können.

Uns motiviert diese Erfahrung auch in den kommenden Jahren weitere Konferenzen hier vorOrt am Lise Meitner Gymnasium zu planen und durchzuführen!

Seminarfach „Debating“, Cindy Klenke (in Zusammenarbeit mit der weiteren MUN-Beauftragten Frau Ardali), 24.1.25

Besuch der Klasse 10C im Günter Frank Haus Neuenhaus

Die Klasse 10C hatte kürzlich die Möglichkeit, das Günter Frank Haus in Neuenhaus zu besuchen. Die Einführung durch Christa Pfeiffer, die Vorsitzende des Fördervereins, gab den Schülern einen eindrucksvollen Einblick in das Konzept der Einrichtung. Das Günter Frank Haus, im Stadtkern von Neuenhaus gelegen, dient nicht nur als Ort der Erinnerung, sondern auch als Forschungsstelle, die die lokale Geschichte lebendig hält.

Günter Franks Familie wurde – ebenso wie die anderen Juden der Stadt - während der nationalsozialistischen Herrschaft verfolgt und vertrieben. Er war das einzige Kind in der jüdischen Gemeinde und wurde nach einer Odyssee durch verschiedene Arbeits- und Konzentrationslager schließlich nach Auschwitz gebracht, wo er 16-jährig verstarb. Sein Schicksal repräsentiert das Los von sieben betroffenen jüdischen Familien aus der Region, deren Lebensgeschichten und Leiden im Haus dokumentiert und erforscht werden. Der Namensgeber steht somit symbolisch für die Erinnerung an die Verfolgung und das Leiden der jüdischen Bevölkerung während des Holocausts.

Frau Pfeiffer berichtete von den bisherigen Besucherzahlen, die zeigen, dass das Haus ein wichtiger Anlaufpunkt für Schulen, Familien und Geschichtsinteressierte ist. Besonders betonte sie die Bedeutung der Einrichtung für die historische Forschung auf lokaler Ebene bietet.

Ein zentraler Punkt des Besuchs war das Wiedererkennen der Ideologie der Nationalsozialisten, die durch die konkrete Umsetzung vor Ort greifbar gemacht wird. Die Schüler waren sichtlich bewegt von den Schicksalen, die hinter den Geschichten der jüdischen Familien stehen.

Die Jugendlichen zeigten sich aufmerksam und engagiert. Mit Hilfe von Einstiegsfragen wurden sie zum ersten Mal an selbständiges Forschen herangeführt, was das Interesse an der Thematik weiter verstärkte. Der Besuch des Günter Frank Hauses war somit nicht nur lehrreich, sondern auch eine wichtige Erfahrung, die die Schüler nachhaltig zum Nachdenken anregte und das Bewusstsein für die lokale Geschichte schärfte.

Godula Süßmann, 16.01.2025

Geschichte erleben: Die 10C sammelt 192,25 Euro für den Volksbund

Die Klasse 10C des LMG hat im Dezember 2024 eine beeindruckende Sammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge durchgeführt. Der Volksbund setzt sich nicht nur für die Pflege und Erhaltung von Kriegsgräbern ein, sondern engagiert sich auch aktiv für Friedensarbeit und das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt. Dies ist ein wertvoller Beitrag zu einem respektvollen und friedlichen Miteinander. Während einer Doppelstunde am Vormittag konnten die Schüler mit viel Elan und Überlegung insgesamt 192,25 Euro sammeln.

Vorab hatten sich die Jugendlichen intensiv Gedanken darüber gemacht, in welchen Stadtteilen von Neuenhaus die Sammlung am wirkungsvollsten sein würde. Sie wählten gezielt Stadtteile mit einer überwiegend älteren Nachbarschaft aus, wo viele Menschen vormittags zu Hause sind. Diese wohlüberlegte Vorgehensweise führte zu durchweg positiver Resonanz. Die Schüler erlebten herzliche Gespräche und großzügige Unterstützung von den Anwohnern, was nicht nur die Sammlung bereicherte, sondern auch wertvolle zwischenmenschliche Kontakte förderte.

Für die Schüler war dies eine sehr wichtige Erfahrung im Sinne der Selbstwirksamkeit. Sie konnten unmittelbar erleben, wie ihr Engagement einen positiven Unterschied macht und wie wichtig ihre Rolle in der Gemeinschaft ist. Solche Erlebnisse stärken nicht nur das Bewusstsein für gesellschaftliche Themen, sondern fördern auch das Verantwortungsbewusstsein und den Teamgeist der Jugendlichen.

Godula Süßmann, 16.1.2025