MINT-MANIA 2026

Vom 15. bis 18. Juni 2026 bestand für 24 Schüler vom LMG Neuenhaus und von Gymnasien aus Nordhorn, Lingen und Meppen die Möglichkeit, an der Projektwoche „MINT MANIA - Forschen - Entdecken - Gestalten" am Campus Lingen der Hochschule Osnabrück teilzunehmen. Sie hatten die Gelegenheit, in die MINT-Welt einzutauchen und sich an spannenden Workshops zu beteiligen. Betreut wurden sie von den wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Svenja Folkerts und Josefine Mersch, die ihnen zu jederzeit mit Rat und Tat zur Seite standen.

Im Workshop „Mission Green Engineering Nachhaltigkeit im Labor erleben wandten die Schüler im Labor Prinzipien der modernen Verfahrenstechnik experimentell an. Bearbeitet wurden Themen wie Trennverfahren, Stoffkreisläufe, Prozessverständnis, Steuerung technischer Anlagen und nachhaltige Produktion. Mit selbst durchgeführten Experimentenerhielten die Schüler somit Einblick in die engen Zusammenhänge zwischen Chemie, Technik und Nachhaltigkeit. Es wurden z.B. eine Bio-Creme auf der Basis natürlicher Rohstoffehergestellt und ein orangefarbener Naturstoff aus Karotten extrahiert. Außerdem konntenverschiedene Proben analytisch charakterisiert werden, indem mit Hilfe von Refraktometrie, IR-Spektroskopie und UV/Vis- Spektroskopie die jeweiligen Stoffeigenschaften gemessen, verglichen und interpretiert wurden. Den Schülern wurde somit vermittelt, dass Ingenieurwissenschaften eine zentrale Rolle für eine nachhaltige Zukunft spielen. Geleitet wurde dieser Workshop von Prof. Dr. Carmen-Simona Jordan und Dr. Kristian Les.

Im Workshop „Experimentieren mit Energie" konnte man unter Leitung von Prof. Dr. Johannes Koke und Matthias Kuhr Experimente an unterschiedlichen Wärmekraftmaschinendurchführen. Zum Beispiel wurde die Funktionsweise des Stirling-Motors untersucht.Hautnah konnte erlebt werden, wie solartechnische Anlagen Strom und Wärme erzeugen.

Der Workshop „The AI Game: Mission Smart Factoryermöglichte den Schülern einen Blick unter die Haube von Künstlicher Intelligenz. Unter der Leitung von Prof. Dr. RalfBuschermöhle hatten sie die Gelegenheit zu verstehen, wie die Algorithmen der Zukunft eigene Strategien entwickeln. Dafür wurde eine interaktive Fabrik-Simulation, ein sogenannter „digitaler Zwilling“ genutzt. Sobald die Simulation lief, wurde das Gehirn des Systems aufgebaut. Die Schüler lernten, wie die KI den Zustand des Zwillings ausliest, durch Belohnung und Bestrafung komplexe Entscheidungen trifft und wie ihr Lernverhalten gesteuert werden kann. Kurz gesagt, die KI wurde mittels Testdaten für die Produktion angelernt. So konnte am Ende ein optimaler Produktionsablauf für die Herstellung eines Dachkoffers erstellt werden.

Am vierten Tag erzählten Studenten und Mitarbeiter der Hochschule Osnabrück über ihr Studium und ihre berufliche Laufbahn sowie über die Voraussetzungen, die dafür notwendig waren. Es waren für alle Schüler spannende und erlebnisreiche Tage, gefüllt mit einem anspruchsvollen Programm, dass sehr engagiert von der Hochschule Osnabrück durchgeführt wurde. Mit viel Spaß und Begeisterung wurde dies von den Schülern angenommen.

Eric Schade, 10A, 26.6.2026

Quelle: Hochschule Osnabrück
Quelle: Hochschule Osnabrück
Quelle: Hochschule Osnabrück
Quelle: Hochschule Osnabrück
Quelle: Hochschule Osnabrück

 

Neuenhauser Abiturientia mit dem Motto “The Winner takes it all” auf Gewinnerspur

Am vergangenen Freitag konnte Fenni Voshaar, die Schulleiterin am Lise Meitner Gymnasium Neuenhaus, 66 ihrer Schützlinge mit einem Abiturzeugnis in die Arena des realen Lebens entlassen, weitere fünf erhielten ein Fachabitur. Mit 2,48 lag der Durchschnitt leicht unter dem der vergangenen Jahre, allerdings wurde wieder eine außerordentlich hohe Anzahl von 14 Abiturzeugnissen mit einer 1 vor dem Komma erreicht. Emma Dierkes erreichte eine 1,2, Johanna Veeltmann eine 1,1 und Abdullah Al Hadid die Traumnote 1,0. Frau Voshaar lobte Al Hadids Leistung auch als Ergebnis einer überaus erfolgreichen Integration, denn Al Hadid kam erst 2015 aus Syrien nach Deutschland und musste sich auch den Umgang mit der deutschen Sprache erst aneignen.

Mit Worten, die im Kontext der aktuellen WM des Öfteren Bezug auf den Fußball nahmen, lobte sie die Teamarbeit von Eltern, Lehrern und Schüler*innen, die erst einen gemeinsamen Erfolg möglich gemacht habe und verwies auf das breite Angebot von über den reinen Unterricht angebotenen Aktivitäten am LMG. Sie beglückwünschte die Abiturientia zu ihrer neugewonnen Freiheit, aber wies sie auch auf eine damit verbundene Eigenverantwortlichkeit hin. Das einem Popsong der schwedischen Popgruppe ABBA entlehnte Motto „The Winner takes it all“ wertete Frau Voshaar als optimistisch, siegessicher, aber auch etwas größenwahnsinnig.

Als Wegweiser für das ihnen bevorstehende Leben wartete Voshaar mit einigen Bonmots berühmter Persönlichkeiten auf, darunter Nietzsches „Wer ein Warum hat zu leben, erträgt fast jedes Wie.“ und der Hinweis Lise Meitners, der Namenspatronin der Schule, dass ein wirklich lebenswertes Leben gar nicht unbedingt leicht sein müsse, sondern eher reich sein solle an sinnvollen Inhalten. Voshaar wies darauf hin, dass die Empfindung von purem Glück sich im Leben eines Erwachsenen auf wenige Momente, Stunden oder einzelne Tage beschränken könne. Sie regte aber dazu an, das Leben in möglichst vielen seiner Erscheinungsformen und mit allen Sinnen zu erfahren, sei es in der Musik, in der Literatur, im Kino, in der Oper, beim Kochen, beim Sport, bei Reisen, beim intensiven Erleben von Landschaften usw. Sehr erstrebenswert sei die anhaltende Pflege von alten Freundschaften bei gleichzeitigem Streben danach, neue Freunde zu gewinnen, auch die bleibende Heimatverbundenheit nach dem Aufbruch zu neuen Wohnorten und Lebenswelten. Überhaupt sei echte Erfüllung wichtiger als das ständige Erstreben von persönlichen Siegen. Lesen und eigenständiges Denken können dabei lebensverlängernde Übungen sein.

Der in diesem Jahr aus dem Amt scheidende Landrat Uwe Fietzek brachte seine Auffassung zum Ausdruck, dass sich alle  Schulabgänger*innen mit einem Abitur in der Tasche als Gewinner fühlen dürften. Mit einem Hinweis auf das tags zuvor gegen Ecuador verlorene WM-Spiel betonte er, dass Rückschläge im Leben dazugehörten, von denen man sich aber nicht entmutigen lassen solle. Im Hinblick auf seine eigene zu Ende gehende Berufstätigkeit machte er auf die bei ihm wie bei der Abiturientia wohl ähnliche Stimmungslage aufmerksam, die sowohl von Vorfreude wie auch von Unsicherheit geprägt sein mag, was den beginnenden neuen Lebensabschnitt betrifft. Schließlich mahnte er auch an, dass eine Demokratie immer wieder neue Leute brauche, die bereit seien mitzudenken, sich mit zu begeistern, mitzureden und mitzumachen.

Günter Meinderink als Vertreter der Eltern begann sein Grußwort mit authentischem Plattdeutsch und stellte zunächst klar, dass für ihn einst das Hochdeutsch an der Schule sozusagen die erste Fremdsprache gewesen sei. Auch er betonte, dass ein erfülltes Leben wichtiger sei als oberflächlicher Erfolg und machte Mut zu eigenen Entscheidungen.

Für die Schülerschaft richteten sich Anton Niemeyer und Elias Gülker an das Publikum; Sie wiesen darauf hin, dass sich ihre Schülergeneration bereits als digital natives empfinde, der das Schreiben mit Papier und Stift immer fremder sei. Sie gaben zu, dass sie oft vom eigentlichen Unterrichtsstoff abgelenkt worden seien und sich mehr auf den Ausbau Bauernhöfe konzentriert hätten als auf den aktuellen Schulstoff. Man hätte regelmäßig den Arbeitsaufwand auf ein notwendiges Minimum reduziert, was nicht zuletzt durch ein ständig verbessertes Chat GPT erleichtert worden sei. Ohne dieses Tool wären die Abiturnoten bestimmt nicht so gut ausgefallen. Gedankt wurde für die Durchführungen der Studienfahrten ins Ausland, die unvergessliche Erfahrungen bedeutet hätten.

Erneut kam mit Lübbertus Rehwinkel auch einer der Goldenen Abiturienten zu Wort, die vor 50 Jahren am LMG ihr Abitur abgelegt haben. Mit Bezügen zu Aussagen von namhaften Literaten wie Heinrich von Kleist und Truman Capote belegte er, wie unterschiedlich die Phase von Jugend und frühem Erwachsensein erlebt und empfunden werden kann. Er ermutigte die jungen Erwachsenen, dran zu bleiben.

Für die Lehrerschaft zitierte der Physiklehrer Uwe Lins aus Isaac Asimovs Kurzgeschichte „The Fun They Had“ aus dem Jahre 1954, eine erstaunlich aktuell wirkende dystopische Vision einer Schule mit einem digitalen, vollkommen automatisierten Lehrkörper. Er nahm dies als Warnung vor einer allzu großen Dominanz digitaler Unterrichtswerkzeuge und ermutigte Schüler*innen, im Angesicht perfektionierter digitaler Unterrichtstools, Selbstachtung zu bewahren, eigenständig kritisch zu denken und auf diese Weise gegen die KI das Heft in der Hand zu behalten. Ein echtes Highlight stellte die musikalische Gestaltung der Entlassfeier dar: Der Schulchor und das Ensemble der Brüder Kurumlian (Schlagzeug, Klavier, Geige, Akkordeon und Klarinette) sorgten u.a. mit ihren Interpretationen von The Carpenters „Top of the world“ und Abbas „The Winner takes ist all“ für begeisternden Applaus.

Marcus Pfeifer, 26.6.2026

Hitzefrei am 25.7

Aufgrund der sehr hohen Temperaturen endet der Unterricht am 25.7 bereits um 11:00 Uhr, es gibt Hitzefrei.

Alsmeier, 24.6.26

 

Max Lohuis und Jule Gysbers rechnen sich zum Känguru-Sieg

Am Lise‑Meitner‑Gymnasium knobelten in diesem Jahr 289 Schülerinnen und Schüler mit großer Freude am Känguru‑Wettbewerb.Deutschlandweit gab es 920.000 Teilnehmer! Der Wettbewerb Veranstaltung soll die Freude an der Beschäftigung mit Mathematik wecken, denn die Aufgaben sind besonders - sehr anregend, heiter und ein wenig unerwartet:  Für einen Teil reichen bereits Grundkenntnisse aus dem Schulunterricht aus, bei einem weiteren Teil werden ein tieferes Verständnis des in der Schule Gelernten und der kreative Umgang damit benötigt. Hinzu kommen eine Reihe von Aufgaben, die mit etwas Pfiffigkeit oder gesundem Menschenverstand allein zu bewältigen sind und die sich sehr gut eignen, mathematische Arbeitsweisen – unterhaltsam – zu trainieren.

Jeder Teilnehmer bekam eine Urkunde und einen Mitmachpreis – sieben Schüler des LMG waren dabei aber besonders erfolgreich.
Wir gratulieren:

  • 1. Platz: Max Lohuis; Jule Gysbers — 9. Jahrgang
  • 2. Platz: Anna Zwafink; Annalena Bouma — 9. Jahrgang
  • 3. Platz: Lukas Ahr — 5U1; Liv Klein — 6A; Julian Voet — 7U1

Wir freuen uns auf das nächste Jahr!

Johannes Alsmeier, 22.6.26

 

Erfolgreiche Jungunternehmer am LMG Neuenhaus

In der Woche vom 15.-19.06.2026 fand in den Räumlichkeiten der Nordhorner Volksbank das alljährliche Management Information Game (MIG) statt. 19 Schülerinnen und Schüler des 12. Jahrgangs des Lise-Meitner-Gymnasiums Neuenhaus schlüpften in die Rolle von drei Unternehmensvorständen fiktiver Aktiengesellschaften. Über die Woche hinweg erhielten sie zahlreiche Informationen und Eindrücke in allen relevanten Themenbereichen der Unternehmensführung sowie Produktentwicklung und -vermarktung. Auf vier verschiedenen Märkten traten sie in den Wettbewerb mit drei verschiedenen Produkten einer Branche und kämpften um die Marktmacht.

Zusätzlich entwickelte jedes Unternehmen eine eigene innovative Variante eines Schrankes, die am Donnerstagabend im Rahmen eines Marketingabends vor Investoren vorgestellt und verkauft werden musste. Das Unternehmen BARO AG entwickelte einen gastronomischen Tisch-Kühl-Schrank, der Stehtisch, Stauraum und Kühlschrank für Getränke in einem Produkt vereint.

Das Unternehmen Flora AG entwickelte Greenova, einen botanischen Schrank, in dem man Gemüse, Obst und Kräuter Indoor oder Outdoor anpflanzen, mit dem jeweils perfekten Klima für die gewählten Pflanzen.

Das Unternehmen mitKomfort AG entwarf den Smart Style, einen Kleiderschrank, der einem aufgrund von Terminen, Wetter und persönlichen Wünschen Outfits zusammenstellt und direkt auf einem Bildschirm anzeigt, wie das Outfit an einem selbst aussieht. Außerdem macht der Schrank Vorschläge, was lange nicht getragen wurde, damit man es ggf. weiterverkauft.

An diesem Abend gewann die Idee der Flora AG mit 70 Punkten vor der mitKomfort AG  mit 58 Punkten und der Baro AG mit 50 Punkten.

Alle drei Unternehmen lieferten sich über die Woche hinweg ein Kopf an Kopf Rennen im Simulationsspiel und der Marketingabend war ein voller Erfolg, da alle Produkte große Begeisterung im Publikum auslösten.

Laura Narjes, 19.6.26

U14-Schwimmerinnen erreichen Bundesfinale

„Berlin, Berlin! Wir fahren nach Berlin! Beim Landesentscheid „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ in Laatzen bei Hannover konnte sich unsere Mannschaft der weiblichen U14 gegen die starke Konkurrenz aus ganz Niedersachsen durchsetzen und den Landessieg erringen.

Mit hervorragenden Leistungen in den Einzel- und Staffelwettbewerben sicherte sich das Team den ersten Platz und wurde damit Niedersächsischer Landessieger 2026. Durch diesen Erfolg haben sich die Schülerinnen gleichzeitig für das Bundesfinale in Berlin qualifiziert, das vom 15. bis 19. September 2026 stattfinden wird.

Die gesamte Schulgemeinschaft gratuliert den Schwimmerinnen herzlich zu diesem herausragenden Erfolg und wünscht ihnen schon jetzt viel Erfolg für das Bundesfinale in der Hauptstadt.

Theuer, 17.6.26

Präsidium bei Euch – Präsidentin des niedersächsischen Landtags zu Gast am LMG

Am 1. Juni hatte das Lise Meitner Gymnasium hohen Besuch: Frau Hanna Naber, die Präsidentin des niedersächsischen Landtags gab sich die Ehre und besuchte unsere Schule. Das LMG ist auch ihre Schule… gewesen. Frau Naber kommt gebürtig aus Lage und hat das Gymnasium in Neuenhaus von 1983 bis 1990 besucht und hier ihr Abitur gemacht. So war es für sie ein schönes Wiedersehen und besonders spannend, mit den Schülerinnen und Schülern des Jahrgangs 12 ins Gespräch zu kommen über verschiedenste Themen wie die Parteienlandschaft im niedersächsischen Landtag, das Zustandekommen von Gesetzen, die Veränderung der Diskussionskultur und der Meinungsbildungsprozesse durch die sozialen Medien wie auch die besondere Stellung von Politikern, welche zunehmend Hasskommentaren und Drohungen ausgesetzt sind. Auch die aktuelle Frage nach einem Verbot von Social-Media unter 16 wurde thematisiert in ihrer ganzen Ambivalenz zwischen dem Wunsch nach mehr Schutz für Kinder und Jugendliche und der Notwendigkeit, einen kompetent – kritischen Umgang mit den sozialen Medien zu erlernen, um sich sicher in ihnen bewegen zu können.

Die Schülerinnen und Schüler interessierten sich natürlich auch für die Person Hanna Naber, so fragten sie nach ihrem Berufsalltag, ihrem Werdegang und ihrer Motivation in die Politik zu gehen. Frau Naber erzählte bereitwillig, dass sie als Kind einer Arbeiterfamilie bereits in früher Jugend politisch interessiert gewesen und in die SPD eingetreten sei. Besonders das Thema Chancengleichheit liege ihr noch immer besonders am Herzen: Zu ihrer Zeit sei es eine Ausnahme gewesen, wenn ein Kind aus einfachen Verhältnissen das Gymnasium besucht und anschließend studiert habe. Sie selbst habe nach dem Studium der Pädagogik verschieden Tätigkeiten als Referentin ausgeübt, u.a. bei der Arbeiterwohlfahrt, wo sie schließlich Geschäftsführerin geworden sei. 2017 wurde sie als Abgeordnete direkt in den Landtag gewählt, seit gut drei Jahren ist sie dessen Präsidentin.

Die Karriere von Hanna Naber hat den Jugendlichen eindrucksvoll vor Augen geführt, dass man sich nicht verstecken muss, wenn man aus einer ländlichen Region wie der Grafschaft kommt. Ganz im Gegenteil: Mit einer guten Bildungsgrundlage hat man alle Chancen, darf sich vieles zutrauen und sich mutige Ziele setzen.

Im Anschluss an die Veranstaltung zeigte sich Frau Naber sehr angetan von der freundlichen Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler und der professionellen Vorbereitung durch den Fachbereich Politik. Herr Kremer hatte mit seinen Schülerinnen und Schülern die Themen abgesteckt und Fragen überlegt, die während der Veranstaltung von Jara Diekjakobs, Karina Gradowitsch, Jule Habers, Lilly Homann und Pia Oertlinger an Frau Naber gerichtet wurden.

Wir haben uns gefreut, dass mit Michael Kramer und Günther Oldekamp sowie Gunda Gülker-Alsmeier und Thomas Kliemt hochrangige Vertreter der Samtgemeinde Neuenhaus und des Landkreises Grafschaft Bentheim bei dieser wichtigen Veranstaltung zur politischen Bildung anwesend waren und ihre Verbundenheit gezeigt haben.

 

Liebe in Stationen

Ein Theaterabend über die vielen Facetten eines großen Gefühls

Wie vielfältig Liebe sein kann, zeigten 38 Schülerinnen und Schüler des 12. Jahrgangs des Lise-Meitner-Gymnasiums in Neuenhaus in ihrer Theaterproduktion „Liebe in Stationen“. Die Teilnehmenden der beiden Kurse „Darstellendes Spiel“ präsentierten dabei kein klassisches Theaterstück mit einer durchgehenden Handlung. Stattdessen führten sie ihr Publikum auf eine Reise durch verschiedene Epochen, Perspektiven und Erscheinungsformen von Liebe.

Der erste Teil des Abends fand an mehreren Stationen auf dem Schulgelände statt. Vor der Aula eröffneten eindrucksvolle Standbilder den Rundgang. Ohne viele Worte, dafür mit ausdrucksstarker Körpersprache, Gestik und Mimik, setzten die Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Aspekte von Liebe und Beziehungen in Szene. Die dargestellten Bilder ließen bewusst Raum für eigene Interpretationen und griffen neben Glück und Nähe auch schwierige Themen wie Konflikte, Entfremdung oder Gewalt in Beziehungen auf.

Im Japanischen Garten folgte eine Szene mit Bezügen zur Antike, in der innere Konflikte und persönliche Entscheidungen im Mittelpunkt standen. Anschließend wurde vor der Aula mit „Romeo und Robert“ eine moderne und humorvolle Anlehnung an Shakespeare präsentiert. Dabei wurden traditionelle Vorstellungen von Liebe hinterfragt und aktuelle Fragen von Identität und Partnerschaft aufgegriffen.

Den Abschluss des ersten Teils bildete ein Labyrinth, durch das die Zuschauerinnen und Zuschauer von Station zu Station geführt wurden. Im Mittelpunkt standen dabei verschiedene Formen des Zusammenlebens und der Partnerschaft. Gezeigt wurden unter anderem traditionelle Rollenbilder einer Ehe aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Während die Frau mit Handarbeiten beschäftigt war, saß der Mann über seiner Zeitung und kommentierte das Geschehen mit mürrischer Strenge. Daneben wurden moderne, gleichberechtigte Partnerschaften dargestellt, in denen beide Partner selbstverständlich Verantwortung im Alltag und Haushalt übernehmen. Andere Szenen zeigten die Anfänge einer Beziehung bei einem romantischen Dinner oder den Verlust eines geliebten Menschen, verkörpert durch eine trauernde Witwe an einem Grabstein. So entstand ein facettenreiches Bild davon, wie Menschen einander begegnen, miteinander leben und Abschied voneinander nehmen. Die Stationen machten deutlich, dass Liebe und Partnerschaft stets im Wandel sind und sich in unterschiedlichen Lebenssituationen sehr verschieden zeigen können.

Nach einer kurzen Pause folgte ein zweiter Teil mit mehreren kürzeren Inszenierungen. Gezeigt wurden zunächst das Stück „Tödliche Liebe“, anschließend eine Szene aus „Frühlings Erwachen“ (1. Akt, 5. Szene) von Frank Wedekind. Es folgte eine Adaption der mittelalterlichen Liebesgeschichte „Tristan und Isolde“. Den Abschluss bildete die humorvolle und zugleich nachdenkliche Collage „Tinder durch die Epochen“, die zeigte, wie sich die Suche nach Liebe und Partnerschaft im Laufe der Zeit verändert hat – und wie ähnlich manche Herausforderungen dennoch geblieben sind.

Besonders beeindruckend war die große Bandbreite an Ideen, die die Schülerinnen und Schüler in die Produktion einbrachten. Die Szenen machten deutlich, dass Liebe weit mehr ist als romantische Zweisamkeit. Sie kann verbinden und trennen, Orientierung geben und verunsichern, Menschen wachsen lassen und sie vor schwierige Entscheidungen stellen.

Begleitet wurde das Projekt von der Theaterpädagogin und Regisseurin Christiane Hahn. Sie betonte nach der Aufführung, dass die Schülerinnen und Schüler die Inhalte und viele kreative Ideen selbst entwickelt hätten. Ihre Aufgabe habe vor allem darin bestanden, den Entstehungsprozess zu begleiten und mit schauspielerischen sowie gestalterischen Impulsen zu unterstützen.

Mit „Liebe in Stationen“ gelang den beiden Kursen Darstellendes Spiel ein abwechslungsreicher Theaterabend, der die Zuschauerinnen und Zuschauer nicht nur unterhielt, sondern auch zum Nachdenken über die vielen Facetten menschlicher Beziehungen anregte. Bewundernswert war dabei nicht nur die schauspielerische Leistung der Beteiligten, sondern auch der tiefgründige und reflektierte Umgang mit diesem Menschheitsthema.

Godula Süßmann, 7.6.2026

LMG überzeugt bei JtfO im Schwimmen

Beim Bezirksentscheid von „Jugend trainiert für Olympia“ im Schwimmen hat das Lise-Meitner-Gymnasium ordentlich abgeliefert.

Vor allem die U14-Mädchen waren nicht zu stoppen: Mit starken Zeiten und richtig guter Teamleistung holten sie sich den 1. Platz und damit das Ticket für den Landesentscheid. Mega stark!

Auch die anderen Teams haben alles gegeben: Die U16-Jungs schwammen auf einen starken 3. Platz und die U16-Mädchen erreichten Platz 4.

Glückwunsch an alle Schwimmerinnen und Schwimmer – starke Leistung im Becken! 💪🏊

Theuer, 27.5.2026