Der aktuelle Elternbrief für Dezember 2018 enthält viele interessante Informationen. Zu diesen zählen u.a. Weihnachtskonzert des Lise Meitner Gymnasiums, Weihnachtsbasar am LMG, Vorleseaktionen am LMG, sowie weiteren Themen. Dringend zum Lesen empfohlen!
Kategorie: Allgemein
Anton Niemeyer gewinnt den Vorlesewettbewerb 2018
Sie 60 Jahren gibt es den Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels und über 20 Millionen Schülerinnen und Schüler haben seit 1959 daran teilgenommen. Auch die Kinder der 6. Klassen am LMG sind in jedem Jahr dabei. Wer nun den besten Vorleser des Jahres 2018 am LMG sucht, kann sich an Anton Niemeyer aus der Klasse 6S wenden. Gemeinsam mit den weiteren Klassensiegerinnen Anna Oostergetelo (6U1), die am Ende auf dem zweiten Platz landete, sowie Emma Linke (6R) und Julia Snippe (6U2) trat er beim Schulentscheid des Vorlesewettbewerbs an. Dieser fand am 04.12. im LMG Uelsen statt. Zwar sorgte Anton bereits mit seinem vorbereiteten Lesevortrag aus dem Fantasyroman „Eragon“ von Christopher Paolini für Spannung, aber auch seine Mitschülerinnen bewiesen hier ihr Können, indem sie die gut gewählten und geübten Texte flüssig vorlasen. Absetzen konnte Anton sich schließlich dadurch, dass er den unbekannten Text aus dem Roman „Finn released“ von Oliver Uschmann überaus souverän und lustig ausgestaltete. Damit überzeugte er die Jury, in der auch die Vorjahressiegerin Sarah Ekelhoff mitwirkte. Als Preis gab es für alle vier TeilnehmerInnen ein aktuelles Jugendbuch, das der Förderverein gespendet hat. Anton nahm außerdem eine Urkunde vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Empfang und er wird das LMG im kommenden Jahr beim Kreisentscheid in Nordhorn vertreten.

Eine Stunde, viele Seiten – Bundesweiter Vorlesetag 2018
Am Freitag, dem 16.11.2018, herrschte in vielen Klassen in der ersten Stunde eine ungewöhnlich ruhige und gemütliche Atmosphäre. Der Bundesweite Vorlesetag, der bereits zum 15. Mal stattfand, wurde auch am LMG wieder genutzt, um sich einfach mal zurückzulehnen und zuzuhören. Als Vorleser waren die Lehrerinnen und Lehrer aktiv, aber auch viele Schülerinnen und Schüler, die sich in kleinen Grüppchen zusammengesetzt hatten, um aus ihren Lieblingsbüchern vorzulesen. In diesem Jahr stand der Vorlesetag übrigens unter dem Motto „Natur und Umwelt“. Ein interessantes Thema, zu dem in der Mediathek interessante neue Bücher zu finden sind!

Lesen bereichert! – Vorleseaktionen am LMG
„Bücher eröffnen einem eine riesige, große Welt, ohne die das Leben ärmer wäre. Darum ist das Lesen, bzw. Vorlesen so wichtig, so schön und so unterhaltsam.“ (Oliver Rohrbeck) Dieses Zitat eines ehemaligen Siegers beim Vorlesewettbewerb fasst schön zusammen, warum die Leseförderung am LMG einen besonderen Stellenwert genießt. Das zeigt nicht zuletzt die neue Mediathek, die mit ihren wachsenden Beständen zunehmend von den Schülerinnen und Schülern als Bibliothek und Arbeitsbereich genutzt wird. Hier findet sich auch Lesestoff für zwei Aktionen, die jedes Jahr im Herbst und in der Adventszeit stattfinden und die zeigen, wie schön das Vorlesen ist!

Nikolausaktion vom Jahrgang 12
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Elternbrief für November 2018
Der aktuelle Elternbrief für November 2018 enthält viele interessante Informationen. Zu diesen zählen u.a. Gedenken an Reichspogromnacht vor 80 Jahren, 82 neue Mitglieder im Förderverein, Französisches Theaterstück in Uelsen, sowie weiteren Themen. Dringend zum Lesen empfohlen!
“Ah, ça alors!” – französisches Theater in Uelsen
Ohne Lehrerin zum Austausch nach Paris fahren?! Diese Herausforderung musste die deutsche Schülerin Maximiliane im französischsprachigen Stück des Knirps-Theaters meistern. Mit Händen und Füßen nach Vokabeln suchend überwand sie schließlich jede Situation!
Maxi hatte bei ihrer Ankunft ein französisches Mädchen namens Camille erwartet. Es kam allerdings ein Junge. Camille kann auch ein Jungenname sein. Maxi entschloss sich erst einmal alleine durch Paris zu ziehen. Dass allerdings ein Kaffee im Sitzen mit Blick auf den Eiffelturm teurer ist als ein Kaffee, den man im Stehen an der Theke zu sich nimmt, konnte sie sich bis dahin nicht vorstellen.
Den ersten Tag im collège musste sie zum Glück nicht alleine überstehen: Fünf Schüler und Schülerinnen aus dem Publikum standen ihr im Klassenzimmer auf der Bühne bei. Auch beim Versuch einen echten Franzosen zu küssen, konnte sie auf Mithilfe im Publikums zählen, da immer jemand zur Stelle war, um ein Foto vom Kuss machen zu können.
Eine sehr unterhaltsame Komödie, die eindrucksvoll bewiesen hat, dass man auch im 1. oder 2. Lernjahr ein französisches Theater verstehen kann! (jan)
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Zeitzeuge der chilenischen Militärdiktatur zu Gast am LMG

Vesely bei seinem Vortag im Forum für Jahrgang 11
Am 8. November besuchte Sergio Vesely unser Gymnasium. Auf seinem Programm stand der Besuch des Spanisch Kurses im Jahrgang 12 sowie eine musikalische Reise durch die Geschichte der Militärdiktatur für den gesamten Jahrgang 11.
Tamara von Beesten erzählt von seinem Besuch im Spanisch Kurs:
„Nachdem wir im Spanisch Unterricht die Geschichte Chiles zu Zeiten der Diktatur unter Augusto Pinochet durchgenommen haben, besuchte uns am Donnerstag den 8. November der Zeitzeuge Sergio Vesely. Der gebürtige Chilene ist Enkel tschechischer Einwanderer, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts in das südamerikanische Land kamen. Als junger Mann politisch aktiv, wurde Vesely mit 21 Jahren festgenommen. Er verbrachte dann 22 Monate in Folterzentren und Gefängnissen. Da er durch Zufall im Gefängnis an eine Gitarre kam, fing er an seine Angst und Verzweiflung in Musik umzuwandeln. „La música me liberaba“, so Vesely. Die Musik hat mich befreit. Diese in Gefangenschaft geschriebenen Lieder erzählen von Ereignissen, welche den kaum zu ertragenden Alltag in Haft unterbrochen haben: die Besuchstage, eine Frau, die zum Gefangenenlager kam um dort ihr Kind zu gebären oder ein Hund, der erschossen wurde, weil er nach dem Diktator benannt war. Sie begleiteten seine Berichte über das Erlebte. Nach seiner Haft wurde Vesely vor fast auf den Tag genau 42 Jahren nach Deutschland, genauer nach Baden-Württemberg, ausgewiesen, wo er eine Familie gründete und seitdem dort zuhause ist. Wir fieberten seinen lebhaften Erzählungen, die er mit viel Humor rüberbrachte, mit und die 90 Minuten verflogen wie im Nu.“


Vesely im Spanisch Kurs Schüler des Spanisch Kurses mit Frau Baumann
An dieser Stelle noch einmal vielen Dank für den großartigen und unvergesslichen Besuch!
(Tamara von Beesten/ Jäger)
Teilnehmer des Erasmus-Projektes treffen sich in Tschechien
Wie hat die Textilindustrie unsere Regionen verändert? Wie hat sich der Strukturwandel vollzogen? Diesen Fragen gehen seit Beginn des letzten Schuljahres die Teilnehmer des gemeinsamen Erasmus-Projektes aus vier Ländern nach: in unserer polnischen Partnerstadt Zelów, in deren tschechischer Partnerstadt Valasské Klobouky, in Almelo und hier bei uns in Neuenhaus. Im Rahmen dieses internationalen Schulprojektes fand im Oktober das dritte Projekttreffen statt – nach Deutschland und Polen nun in Tschechien.
Bedingt durch die räumliche Nähe fuhren die 7 Teilnehmer aus der Schule ‘Het Erasmus’ in Almelo in Fahrgemeinschaft mit den 6 Teilnehmern aus dem LMG. Da sie sich nun schon seit einem Jahr von den vorangegangenen Treffen kannten, war aus den beiden Gruppen nun die ‘Dutch-German Delegation’ geworden, die viel Spaß miteinander hatten.
Um die fast 1100 km besser zu überstehen, legten wir auf der Hinfahrt eine Zwischenübernachtung in Prag ein. Am nächsten Tag blieb dann noch Zeit für eine ausgiebige Stadtführung dieser schönen und geschichtsträchtigen Stadt.
In Valasské Klobouky, einer Kleinstadt im Osten Tschechien nahe der Grenze zur Slowakei, gab es dann am Abend ein fröhliches Wiedersehen mit allen anderen Projektteilnehmern. An den folgenden Tagen erkundeten wir die Überreste der ehemaligen Textilindustrie in dieser Stadt und der Region, wo es Vieles zu Bestaunen gab. Denn die anfangs vorgebrachten Bedenken der Tschechen, dass es doch in ihrer Stadt gar nichts mehr gebe, worüber sich zu Berichten lohne, stellten sich als unnötig heraus. Wenn auch heute keine Stoffe mehr an Webstühlen hergestellt werden, so gibt es doch einige kleinere bis große Betriebe, in denen Textilverarbeitung im weiteren Sinne stattfindet, so z.B. das Herstellen von Flickenteppichen aus Alttextilien an alten Handwebstühlen oder die Produktion von Filzpantoffeln in traditioneller Handarbeit sowie die Produktion von orthopädischen Schuhen. Der größte Industriebetrieb in Valasské Klobouky gehört jedoch zur Zulieferindustrie; es ist die deutsche Firma Groz-Beckert mit weltweit über 100 Produktionsstandorten. Diese Firma, seit über 160 Jahren in der Textilindustrie tätig, ist internationaler Marktführer bei der Herstellung von Werkzeugen und Systemen für die Textilindustrie mit rund 70.000 verschiedenen Nadeln und Präzisionsteilen im Produktionsprogramm zum Nähen z.B. von Schuhen oder auch der Innenausstattung von Fahrzeugen.
Sehr beeindruckend war der Besuch in Zlín, einer Stadt von der Größe Nordhorns in der Nähe von Valasské Klobouky. Dort hat Thomas Bata zu Beginn des letzten Jahrhunderts ein riesiges Schuhimperium aufgebaut – auch bei uns sind Bata-Schuhe zu einem Begriff geworden. Eine Stadt aus der Retorte, mit einer Vielzahl von Fabriken im Bauhausstil, dazu durchdachte, ansprechende Arbeitersiedlungen, Einkaufszentren, Kino, Theater, Kirchen. Nach dem Krieg begann der Niedergang. Heute werden schon lange keine Schuhe mehr produziert, sondern in die gut erhaltenen und modernisierten Gebäude ist die neu gegründete ‘Thomas Bata Universität’ eingezogen.
Für uns war dieses Projekttreffen wieder eine sehr interessante Begegnung mit Projektpartnern, die inzwischen zu Freunden geworden waren. Wir freuen uns schon auf das Wiedersehen zum Abschluss des Projekts im Juni in Neuenhaus und Almelo. (mac)
Zum Schluss noch einige Kommentare unserer Teilnehmer:
‘Sehr schönes Land, nette Leute! Gutes und leckeres Essen. In diesem Projekt lernt man viele neue Leute kennen, man "erlebt" die Länder. Wenn man die Möglichkeit hat, an so einem Projekt mitzumachen, sollte man das tun‘ (Vincent L.)
‘Alte Freunde wiedergesehen und neue Freunde kennengelernt, ein neues Land und seine Kultur wurden uns näher gebracht. Wir wurden von unseren freundlichen Gastfamilien liebevoll empfangen und untergebracht. Ich kann mit Überzeugung sagen, dass Tschechien einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat‘ (Samuel N.)
'Eine sehr schöne Gegend mit gastfreundlichen Menschen und einer interessanten Geschichte.‘ (Johanna W.)
'Ein sehr schöne Fahrt und für Essen war immer gesorgt. Schöne Natur und sehr spannende Textilgeschichte.‘ (Alexander K.)
'Der Schüleraustausch nach Tschechien war in meinen Augen sehr, sehr toll. Es war echt super, dieselben Schüler und Lehrer aus den vorherigen Exkursionen wiederzusehen. Am Ende ein zusammenfassendes Video zu sehen, welches alle unsere vorherigen Treffen und tollen Erlebnisse und Ergebnisse vereinte, war echt schön. Wir haben viel geschafft und werden in Zukunft noch mehr schaffen... denke ich.‘ (Danny T.)

Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht
Anlässlich des 80-jährigen Jahrestages der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November veranstaltete die Samtgemeinde Neuenhaus wieder eine Gedenkveranstaltung an der Klinkhammerstraße, direkt an dem Platz, wo sich die Synagoge der jüdischen Gemeinde befand. Diese kleine, etwa 5 x 11 Meter umfassende Synagoge stand ganz im Zentrum des Gedenkens, das von SchülerInnen des Lise-Meitner-Gymnasiums behutsam und zugleich eindringlich gestaltet wurde. Johanna Wiarda und Samuel Neubauer vermuteten, auf Grundlage eines Luftbildes von Neuenhaus aus den 30-er Jahren und umfangreicher Lektüre über die Ausstattung und Einrichtung anderer kleinerer Synagogen, wie die Neuenhauser Synagoge wohl einst ausgesehen hat, wie sie ausgestattet war:
Sitzbänke in dem langen Raum, die Bima, auf der die Thora ausgerollt wurde, in der Mitte und eine Mique. Das Tauchbecken für rituelle Waschungen ist für die Neuenhauser Synagoge in Zeitzeugenberichten überliefert. Pia Lucas, Hanna Genzink, Maja Wolterink, Jessica Lambers und Kirsten Leferink trugen Zeitzeugenberichte über das brutale Vorgehen der SA- Angehörigen gegen jüdischen Bürger, ihre Häuser und ihr Gebetshaus vor. Frau Pfeiffer, ehemalige Lehrerin am Lise-Meitner-Gymnasium und Frau Wilken hatten die Vorträge mit den Schülerinnen im Unterricht vorbereitet.
Parallel dazu hatte der Leistungskurs Kunst mit Frau Stemberg und Frau Balderhaar die Zeitzeugenberichte aus dieser Nacht des Schreckens studiert und sie in Kohlezeichnungen umgesetzt. Dabei sind bewegende Bilder entstanden, die eine düstere, schreckensvolle und zunächst widersprüchliche Atmosphäre zeichnen, voll von psychischer und physische Gewalt, Angst und Entsetzen über das Geschehen, menschenverachtende Gleichgültigkeit bei den einen, aber auch Aktionen der Hilfsbereitschaft gegenüber den jüdischen Nachbarn bei anderen.
Dennoch wird in dieser Nacht und den darauffolgenden Wochen sichtbar: Aus Freunden und Nachbarn werden vielfach Fremde. Unterstützung, Hilfe, beherztes Eingreifen für die drangsalierten Mitbürger blieben die Ausnahme.
Die Fachschaft Geschichte hat es sich zur Aufgabe gemacht, das jährliche Gedenken mitzugestalten, damit die Erinnerung an die Neuenhauser Juden wach bleibt und die Kruste der Zivilisation sich nicht erneut als so erschreckend brüchig erweisen kann. (bri)
Sitzbänke in dem langen Raum, die Bima, auf der die Thora ausgerollt wurde, in der Mitte und eine Mique. Das Tauchbecken für rituelle Waschungen ist für die Neuenhauser Synagoge in Zeitzeugenberichten überliefert. Pia Lucas, Hanna Genzink, Maja Wolterink, Jessica Lambers und Kirsten Leferink trugen Zeitzeugenberichte über das brutale Vorgehen der SA- Angehörigen gegen jüdischen Bürger, ihre Häuser und ihr Gebetshaus vor. Frau Pfeiffer, ehemalige Lehrerin am Lise-Meitner-Gymnasium und Frau Wilken hatten die Vorträge mit den Schülerinnen im Unterricht vorbereitet.
Parallel dazu hatte der Leistungskurs Kunst mit Frau Stemberg und Frau Balderhaar die Zeitzeugenberichte aus dieser Nacht des Schreckens studiert und sie in Kohlezeichnungen umgesetzt. Dabei sind bewegende Bilder entstanden, die eine düstere, schreckensvolle und zunächst widersprüchliche Atmosphäre zeichnen, voll von psychischer und physische Gewalt, Angst und Entsetzen über das Geschehen, menschenverachtende Gleichgültigkeit bei den einen, aber auch Aktionen der Hilfsbereitschaft gegenüber den jüdischen Nachbarn bei anderen.
Dennoch wird in dieser Nacht und den darauffolgenden Wochen sichtbar: Aus Freunden und Nachbarn werden vielfach Fremde. Unterstützung, Hilfe, beherztes Eingreifen für die drangsalierten Mitbürger blieben die Ausnahme.
Die Fachschaft Geschichte hat es sich zur Aufgabe gemacht, das jährliche Gedenken mitzugestalten, damit die Erinnerung an die Neuenhauser Juden wach bleibt und die Kruste der Zivilisation sich nicht erneut als so erschreckend brüchig erweisen kann. (bri)
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